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  In Stuttgart wurden in den Jahren 1939 bis 1945 mit enormen Materialeinsatz an zivilen

  Luftschutzanlagen gebaut.Bereits in der ersten Welle der Bunkerbauten in der Stadt gab es

  Materialengpässe.Vor allem Eisen war, bedingt durch die Rüstungsanstrengungen der Kriegs-

  wirtschaft, ein stark reglementierter Baustoff! Die zugeteilten Kontingente waren sehr knapp

  bemessen und führten oft zu Baustopps! Vor allem der Hochbunker benötigte aufgrund seiner

  exponierten Bauform extrem viel Armierung. Die Wand- und Deckenstärken, die um 1943 durch

  zusätzliche"Zerschellerschichten"verstärkt wurden, mussten mindestens einen Direkttreffer einer    

  500 kg Bombe standhalten.

  Durch verschiedene Bewehrungsarten wie z.B. "Braunschweiger oder Spiralbewehrung", wurde

  Material gespart  ohne die Festigkeit zu beeinträchtigen. So wurden die Bunkerdecken mit einer 

  1000 kg schweren "Bombe" beschossen, um die Stahlmattendichte zu optimieren.

  In Stuttgart wurden 15 Hochbunker plus 3 Winkeltürme (dazu später mehr) fertiggestellt.

  Die Zahl der Schutzraumplätze in den Hochbunkern lag bei ca. 38 400.

  Die Heftigkeit der Angriffe und die immer größer werdenden Bombenkaliber auf die Stadt im

  Juli 1944  fielen, veranlasste viele Menschen, die bisdahin noch in privaten Schutzräumen

  untergebracht waren, auf die öffentlichen Schutzräume zurückzugreifen. Das führte zu erheblichen

  Überbelegungen in den Hochbunkern (auch in anderen Bunkerbauwerken der Stadt). Diese

  Überbelegungen verursachten vor allem in Hochbunkern extreme Schwierigkeiten mit der Belüftung

  der Bauwerke. So war es nicht selten, dass es zu Ohnmachtsanfällen oder Atemnot und daraus

  reslutierenden Panik in den Bunkern kam. Auch die Versorgung mit Frischwasser und die Entsorgung

  der Abwässer waren bei Überbelegung kaum noch zu bewältigen.

 

  

 Hochbunker der Bahn in Stuttgart Bad Cannstatt mit Mineralwasserbrunnen :-)

 Einschlaglöcher der Bombensplitter sind auf der Oberfläche noch gut erkennbar!

 Trotz mehrerer Treffer im Juli 1944 blieb die Struktur intakt.

  Der Bunker könnte doch für die S21 Befürworter gut als Übungstiefbahnhof dienen!

  

 

 

  

 

Luftschutzarchiv Baden Württemberg  | postanrolf@googlemail.com 0177 6150008